Der Wert auf dem Brückenschild.
Höchster fester Punkt über Wasser — Antenne und Aufbauten mitrechnen.
Pegelstand, für den das Schild gilt. Steht in der Revierkarte.
Aktueller Stand derselben Station. Andere Stationen sind nicht verrechenbar.
Durchfahrt möglich
3,85 m
verfügbare Durchfahrtshöhe · 0,65 m Luft über dem Boot
- Pegel gegenüber Bezug
- 0,65 m weniger Luft
- Reine Rechnung
- 3,85 m
So wird gerechnet
Die angeschriebene Höhe gilt bei einem festgelegten Bezugswasserstand, auf deutschen Binnenwasserstraßen meist dem Höchsten Schifffahrtswasserstand. Liegt der aktuelle Pegel darüber, wird die Differenz eins zu eins von der Höhe abgezogen: 65 Zentimeter mehr Wasser bedeuten 65 Zentimeter weniger Durchfahrt.
Nach oben wird bewusst gedeckelt. Bei Niedrigwasser ergäbe die Rechnung mehr Höhe als angeschrieben — dieser Gewinn wird nicht ausgewiesen. Er wäre nur so gut wie die Zuordnung zur richtigen Pegelstation, und die ist im Zweifel ungenauer als das Schild an der Brücke. Eine überflüssige Warnung kostet einen Umweg, ein falscher Freibrief den Mast.
Ganze Route statt einzelner Brücke
Dieser Rechner prüft eine Brücke, für die Sie die Werte kennen. Für einen ganzen Törn übernimmt SportbootNavi das: Die Karte kennt die angeschriebenen Höhen der Brücken im Wasserstraßennetz, verknüpft sie mit den aktuellen Pegelständen und warnt entlang Ihrer Route — mit der Bootshöhe aus Ihrem Bootsprofil.
Route auf der Karte planenHäufige Fragen
Warum ändert sich die Durchfahrtshöhe einer Brücke?
Die angeschriebene Höhe gilt für einen bestimmten Bezugswasserstand. Steigt der Pegel über diesen Wert, bleibt genau so viel weniger Luft: Ein Zentimeter mehr Wasser ist ein Zentimeter weniger Durchfahrtshöhe. Die Brücke bewegt sich nicht — der Wasserspiegel darunter schon.
Was ist der Bezugswasserstand?
Der Wasserstand, für den die angeschriebene Höhe gilt. Auf deutschen Binnenwasserstraßen ist das meist der Höchste Schifffahrtswasserstand (HSW). Er steht in der Revierkarte oder den Angaben der Wasserstraßenverwaltung und bezieht sich immer auf eine konkrete Pegelstation.
Kann ich bei Niedrigwasser mit mehr Höhe rechnen?
Rechnerisch ja, verlassen sollte man sich darauf nicht. Dieser Rechner weist deshalb nie mehr aus als die angeschriebene Höhe. Der Grund: Ein Höhengewinn ist nur so verlässlich wie der Bezugswert und die Zuordnung zur richtigen Pegelstation. Ein falscher Freibrief ist gefährlicher als eine überflüssige Warnung.
Darf ich den Pegel einer anderen Station verwenden?
Nein. Pegelstationen haben unterschiedliche Nullpunkte, ihre Werte sind nicht miteinander verrechenbar. Ein Stand von 250 cm an der einen Station kann einem ganz anderen realen Wasserstand entsprechen als an der nächsten. Verwenden Sie immer die Station, auf die sich der Bezugswasserstand der Brücke bezieht.
Wie viel Sicherheitsabstand brauche ich?
Mindestens 30 Zentimeter über dem höchsten festen Punkt des Bootes. Wellenschlag, Beladung, Bewuchs, Antennen und die Ablesegenauigkeit des Pegels summieren sich schnell. Bei Verkehr und Schwell auf der Wasserstraße darf es gern mehr sein.
Gilt das auch für bewegliche Brücken?
Für Klapp-, Hub- und Drehbrücken gilt die angeschriebene Höhe im geschlossenen Zustand. Geöffnet entfällt die Begrenzung, dafür kommen Öffnungszeiten und Voranmeldung ins Spiel. Die Rechnung hier betrifft die geschlossene Durchfahrt.
Die Berechnung ersetzt keine Revierkenntnis und keine amtliche Auskunft. Maßgeblich sind die Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung sowie der Augenschein vor Ort.