
Auf einen Blick
- Gewässer
- Rhein
- Revier
- Niederrhein
- Anschluss
- Rheinabwärts nach Wesel und in die Niederlande, aufwärts nach Köln
- Besonderheit
- Rheinuferpromenade unmittelbar an der Altstadt
- Voraussetzung
- Rheinfahrt mit starker Strömung und dichter Berufsschifffahrt
Die Stadt hat sich den Fluss zurückgeholt
Bis in die 1990er Jahre lag zwischen Düsseldorfer Altstadt und Rhein eine vierspurige Schnellstraße. Sie wurde in einen Tunnel gelegt, und darüber entstand die Rheinuferpromenade — heute der Ort, an dem sich die Stadt bei gutem Wetter versammelt. Es ist eines der überzeugendsten Beispiele dafür, wie eine Stadt ihr Ufer zurückgewinnen kann.
Vom Wasser aus sieht man das Ergebnis am besten: eine durchgehende Uferkante mit Bäumen und Treppen, dahinter Schlossturm und Altstadtdächer, flussabwärts der Rheinturm. Wer nur den Industriecharakter des Niederrheins erwartet, wird hier überrascht.
Medienhafen und Altstadt
Der Medienhafen war Handelshafen und ist heute Architekturschauplatz. Am auffälligsten sind die drei geschwungenen Bauten von Frank Gehry, deren Fassaden sich sichtbar verziehen. Ringsum stehen umgenutzte Speicher neben Neubauten — ein Quartier, das man in einer Stunde abläuft und das vom Wasser aus besonders gut wirkt.
Die Altstadt ist das Gegenteil: eng, alt, laut. Ihr Ruf als "längste Theke der Welt" beruht auf der Zahl der Lokale auf kleinem Raum, und dazu gehört das Altbier, das hier in kleinen Gläsern ungefragt nachgestellt wird, bis man den Deckel auf das Glas legt. Wer aus einem ruhigen Revier kommt, erlebt hier den maximalen Kontrast.
Der Rhein als Arbeitsweg
Am Niederrhein ist der Rhein vor allem eine Verkehrsader: Zwischen Duisburg — dem größten Binnenhafen Europas — und den niederländischen Häfen läuft dichter Güterverkehr. Für Sportboote heißt das konzentriertes Fahren, Fahrrinne freihalten, Sog und Schwell einkalkulieren.
Die Strömung ist kräftig. Talfahrt geht schnell, Bergfahrt kostet spürbar Zeit und Kraftstoff — bei schwacher Motorisierung wird sie zur Geduldsprobe. Wer den Rhein als Etappenstrecke nutzt, plant Berg- und Talfahrt getrennt und rechnet nicht mit symmetrischen Zeiten.
Was man gesehen haben sollte
Rheinuferpromenade
Über einem Tunnel entstanden — das zurückgewonnene Ufer der Stadt.
Medienhafen
Gehry-Bauten und umgenutzte Speicher, vom Wasser aus besonders gut zu sehen.
Altstadt
„Längste Theke der Welt" — dichte Lokalreihe direkt hinter dem Ufer.
Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen
Bedeutende Sammlung der Moderne, fußläufig vom Rhein.
Anfahrt über das Wasser
- Rheinabwärts erreicht man Düsseldorf aus Richtung Köln, rheinaufwärts aus Richtung Duisburg und Wesel.
- Über die Ruhr und die Kanäle des Ruhrgebiets bestehen bei Duisburg Anschlüsse ins westdeutsche Kanalnetz.
- Die Strömung ist kräftig; Bergfahrt braucht deutlich mehr Zeit und Motorleistung als Talfahrt.
- Dichter Güterverkehr: Fahrrinne freihalten, Begegnungen nach den Signalen klären, Funkwache halten.
Gut zu wissen
- Sportboothäfen liegen abseits der Uferpromenade; direkt an der Altstadt gibt es keine Liegeplätze für Gäste.
- Wasserstände schwanken stark; bei Hochwasser wird die Schifffahrt eingestellt.
- Der Rhein verlangt Erfahrung und ausreichend Motorisierung — für ein schwach motorisiertes Boot ist er kein geeignetes Revier.
Häfen bei Düsseldorf
Im Umkreis von 10 km, nächster zuerst. Gelistet ist, wo mindestens ein Kontaktweg bekannt ist.
- Marina Düsseldorf1,1 km
- WSVD / Wasser-Sport-Verein Düsseldorf Rudergesellschaft von 1893 e.V.2,8 km
- Yachtclub LörickDüsseldorf · 3,9 km
- Yacht-Club Graf SpeeDüsseldorf · 3,9 km
- Kanu- und Yachtclub DüsseldorfDüsseldorf · 3,9 km
- Düsseldorfer Segler-Verein e.V. Seit 19204,8 km
- NWV Neuss - Neusser Wassersportverein5,3 km
- Marine-Verein Neuss 1895 e.V.(MVN)5,3 km
- Yacht Club Novesia e.V. NeussNeuss · 5,3 km
- Segel-Kameradschaft Unterbacher See8,5 km
Düsseldorf auf der Karte
Die Buchstaben auf der Karte stehen in der Liste daneben. Fokus ist Marina Düsseldorf — dort beginnt die Runde an Land.
Route nach Düsseldorf planen
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Angaben zu Schleusen-, Brücken- und Öffnungszeiten ändern sich saisonal; verbindlich sind allein die amtlichen Bekanntmachungen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.