
Auf einen Blick
- Gewässer
- Neckar
- Revier
- Neckar zwischen Heilbronn und Eberbach
- Anschluss
- Neckarabwärts nach Eberbach und Heidelberg, aufwärts nach Heilbronn
- Besonderheit
- Größte erhaltene Kaiserpfalz nördlich der Alpen
- Beste Zeit
- Mai bis September
Eine Pfalz auf dem Bergsporn
Die staufische Kaiserpfalz wurde im 12. Jahrhundert auf einem Bergsporn über dem Neckar errichtet und war Aufenthaltsort mehrerer Kaiser. Erhalten sind die Ringmauer, die Arkadenreihe des Palas mit ihren romanischen Doppelsäulen und vor allem die beiden Türme — der Blaue Turm als Bergfried und der Rote Turm am anderen Ende der Anlage.
Weil sich die spätere Stadt innerhalb und um die Pfalz herum entwickelte, sind die Reste heute nicht Museum, sondern Baubestand: Fachwerkhäuser stehen unmittelbar an den mittelalterlichen Mauern, Gassen laufen durch ehemalige Torbögen. Der Blaue Turm ist besteigbar und liefert den Überblick über das Neckartal.
Wimpfen im Tal und das Salz
Unten am Fluss liegt Wimpfen im Tal, ein eigener Ortsteil mit der Ritterstiftskirche St. Peter, deren Kreuzgang zu den schönsten Süddeutschlands zählt. Der Kontrast ist auffällig: oben die dichte Fachwerkstadt, unten eine stille Kirchenanlage in der Neckaraue, dazwischen ein Fußweg von etwa einer Viertelstunde.
Der Kurbetrieb geht auf die Solequellen zurück, die hier seit dem 19. Jahrhundert genutzt werden. Das Gradierwerk am Ortsrand, über dessen Schwarzdornbündel Sole rieselt, ist ein Rest dieser Zeit — ursprünglich Teil der Salzgewinnung, heute Freiluftinhalatorium.
Der schönste Abschnitt des Neckars beginnt hier
Unterhalb von Bad Wimpfen tritt der Neckar in den Odenwald ein, und die Strecke bis Eberbach und Heidelberg gehört zum Reizvollsten, was das deutsche Binnenrevier zu bieten hat: enge Talwindungen, bewaldete Hänge, Burgen in kurzem Abstand — Guttenberg, Hornberg, Hirschhorn, Zwingenberg.
Weil der Fluss durchgehend geschleust ist, bleibt das alles planbar. Die Etappen sind kurz, die Orte liegen dicht, und man kann sich Zeit lassen. Bad Wimpfen ist der natürliche Startpunkt für diesen Abschnitt und eines der wenigen Ziele am Neckar, an dem die Altstadt tatsächlich unmittelbar über dem Wasser steht.
Was man gesehen haben sollte
Blauer Turm
Bergfried der Kaiserpfalz, besteigbar mit Blick über das Neckartal.
Arkaden des Palas
Romanische Doppelsäulen der Staufenzeit, in die Altstadt eingebaut.
Ritterstiftskirche im Tal
Mit einem der schönsten Kreuzgänge Süddeutschlands.
Gradierwerk
Rest der historischen Salzgewinnung, heute Freiluftinhalatorium.
Anfahrt über das Wasser
- Neckarabwärts von Heilbronn, aufwärts von Eberbach und Heidelberg erreichbar — die Strecke ist durchgehend geschleust.
- Unterhalb des Ortes beginnt der enge Odenwaldabschnitt mit engen Talwindungen und dichter Burgenfolge.
- Wartezeiten an den Schleusenkammern gehören zur Tagesplanung; Berufsschifffahrt nutzt dieselbe Fahrrinne.
- Bei Hochwasser wird die Schifffahrt auf dem Neckar eingestellt.
Gut zu wissen
- Schleusenbetriebszeiten wechseln saisonal und werden amtlich bekanntgegeben.
- Die Liegemöglichkeiten am Ort sind überschaubar; für die Hauptsaison ein Ausweichziel flussauf- oder abwärts einplanen.
- Der Weg von den Anlegern hinauf in die Altstadt führt über den Bergsporn und ist entsprechend steil.
Häfen bei Bad Wimpfen
Im Umkreis von 10 km, nächster zuerst. Gelistet ist, wo mindestens ein Kontaktweg bekannt ist.
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Die Buchstaben auf der Karte stehen in der Liste daneben. Fokus ist Motorbootclub Mittlerer Neckar — dort beginnt die Runde an Land.
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Angaben zu Schleusen-, Brücken- und Öffnungszeiten ändern sich saisonal; verbindlich sind allein die amtlichen Bekanntmachungen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.