
Auf einen Blick
- Gewässer
- Neckar
- Revier
- Neckar zwischen Mannheim und Plochingen
- Anschluss
- Neckarabwärts zum Rhein bei Mannheim, aufwärts Richtung Stuttgart
- Besonderheit
- Universität von 1386 — die älteste Deutschlands
- Beste Zeit
- Mai bis September; Schlossbeleuchtung an drei Terminen im Sommer
Das Bild, das jeder kennt
Es gibt wenige Ansichten in Deutschland, die so oft gemalt und fotografiert wurden wie diese: die Alte Brücke über dem Neckar, dahinter die Altstadt, darüber die Schlossruine am Hang. Die englischen und amerikanischen Romantiker des 19. Jahrhunderts machten Heidelberg zum Sehnsuchtsort, und die Stadt lebt bis heute davon.
Vom Wasser aus fährt man mitten hindurch. Der Neckar durchquert die Stadt zwischen Königstuhl und Heiligenberg, und der Blick auf Brücke und Schloss ergibt sich beim Fahren von selbst — man muss ihn nicht suchen. Wer den Gegenblick will, geht auf den Philosophenweg am nördlichen Hang.
Schloss, Universität, Karzer
Das Schloss ist eine Ruine, und das ist Teil seines Reizes: Nach Zerstörungen im 17. Jahrhundert und einem Blitzschlag wurde es nie vollständig wieder aufgebaut. Innen steht das Große Fass, ein Weinfass von über 200.000 Litern, dazu das Deutsche Apothekenmuseum. Hinauf kommt man zu Fuß oder mit der Bergbahn.
Die Universität wurde 1386 gegründet und ist damit die älteste im heutigen Deutschland. Zu ihr gehört ein Kuriosum: der Studentenkarzer, in dem bis Anfang des 20. Jahrhunderts Studenten für kleinere Vergehen eingesperrt wurden — und der inzwischen von oben bis unten mit ihren Wandmalereien bedeckt ist. Ein Arrest, der als Auszeichnung galt.
Der Neckar als Revier
Der Neckar ist ab Mannheim bis Plochingen schiffbar und dabei durchgehend kanalisiert: 27 Staustufen mit Schleusen machen aus einem Gebirgsfluss eine planbare Wasserstraße. Für Sportboote ist das angenehm — kein Pegelrisiko wie an der Elbe, dafür regelmäßig Wartezeiten an den Kammern.
Landschaftlich lohnt vor allem der Abschnitt oberhalb von Heidelberg: Zwischen Neckargemünd, Hirschhorn und Eberbach windet sich der Fluss durch den Odenwald, gesäumt von Burgen. Wer nur Heidelberg ansieht, verpasst den schöneren Teil der Strecke.
Was man gesehen haben sollte
Schlossruine
Mit Großem Fass und Apothekenmuseum, per Bergbahn erreichbar.
Alte Brücke
Das meistfotografierte Motiv der Stadt — vom Boot aus im Vorbeifahren.
Studentenkarzer
Arrestzelle der Universität, vollständig mit Wandmalereien bedeckt.
Neckartal Richtung Odenwald
Burgenreiche Strecke über Neckargemünd und Hirschhorn.
Anfahrt über das Wasser
- Neckaraufwärts erreicht man Heidelberg von Mannheim aus, wo der Neckar in den Rhein mündet.
- Flussaufwärts führt die Strecke weiter über Neckargemünd und Eberbach Richtung Heilbronn und Stuttgart.
- Der Neckar ist durchgehend geschleust — Wartezeiten an den Kammern gehören zur Tagesplanung, Pegelrisiko besteht dafür kaum.
- Auf dem Fluss verkehrt Berufsschifffahrt; im Stadtbereich kommen Fahrgastschiffe und Ruderbetrieb dazu.
Gut zu wissen
- Schleusenbetriebszeiten werden amtlich bekanntgegeben und wechseln saisonal.
- Liegeplätze in Stadtnähe sind begrenzt; im Sommer und zu Veranstaltungen früh anlaufen.
- Zur Schlossbeleuchtung an drei Sommerterminen ist die Stadt voll — schön anzusehen, aber kein guter Zeitpunkt für einen spontanen Liegeplatz.
Häfen bei Heidelberg
Im Umkreis von 10 km, nächster zuerst. Gelistet ist, wo mindestens ein Kontaktweg bekannt ist.
- Motor-Yacht-Club Heidelberg1,4 km
- Segler-Vereinigung Heidelberg 19321,4 km
- Motor-Boot-Club Heidelberg1,6 km
- Wassersportverein Heidelberg-West 1926Heidelberg · 2,1 km
- Hafen Schlierbach3,2 km
- Neckargemünder WSV 1983Neckargemuend · 6,7 km
- Anleger Campingplatz Dilsberg9,1 km
Heidelberg auf der Karte
Die Buchstaben auf der Karte stehen in der Liste daneben. Fokus ist Motor-Yacht-Club Heidelberg — dort beginnt die Runde an Land.
Route nach Heidelberg planen
SportbootNavi rechnet die Fahrt über das echte Wasserstraßennetz — mit Schleusen, Brückenhöhen und Ankunftszeit für dein Boot.
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Angaben zu Schleusen-, Brücken- und Öffnungszeiten ändern sich saisonal; verbindlich sind allein die amtlichen Bekanntmachungen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.