
Auf einen Blick
- Gewässer
- Flensburger Förde
- Revier
- Westliche Ostsee, deutsch-dänische Grenzregion
- Anschluss
- Förde ostwärts in die Ostsee; dänische Häfen am Nordufer
- Besonderheit
- Museumshafen mit einer der größten Traditionsschiffflotten
- Voraussetzung
- Seerevier; Grenzregion mit dänischen Regeln am Nordufer
Ganz oben
Flensburg liegt am Ende einer Förde, die tief nach Südwesten ins Land greift, und ist die nördlichste Stadt Deutschlands. Das Nordufer der Förde gehört zu Dänemark — man sieht es vom Hafen aus. Diese Grenzlage prägt alles: die Sprache, in der man gelegentlich Dänisch hört, die zweisprachigen Schilder, die Nähe zu Sønderborg und den dänischen Häfen.
Für Bootsfahrer ist die Förde ein Revier für kurze Schläge. Von Flensburg aus sind Glücksburg, Langballigau oder die dänische Seite in wenigen Stunden erreichbar, und das Wasser ist geschützter als die offene Ostsee. Wer international fahren will, ohne einen langen Törn zu planen, findet hier den kürzesten Weg dazu.
Museumshafen und Rum
Der Museumshafen an der Hafenspitze versammelt eine der größten Traditionsschiffflotten Deutschlands: Haikutter, Galeassen, Ewer — Arbeitsschiffe, die ihre Betriebszeit hinter sich haben und weiter gefahren werden. Wer im Sommer festmacht, liegt zwischen Schiffen, die älter sind als alles andere im Hafen.
Der zweite rote Faden ist der Rum. Flensburger Kaufleute handelten mit Westindien und brachten Rohrum mit, der hier verschnitten und weiterverkauft wurde — daraus wurde eine eigene Branche mit eigenen Häusern. Das Rum-Museum und die Kaufmannshöfe in der Altstadt erzählen diese Geschichte, samt ihrer kolonialen Seite.
Zwischen Förde und Kanal
Wer den Nord-Ostsee-Kanal von Kiel aus verlässt, hat Flensburg in einem Tagesschlag vor sich — die Förde ist das nördlichste Stück deutscher Ostseeküste vor der dänischen Grenze. Umgekehrt ist Flensburg für viele der Startpunkt einer Tour in die dänische Südsee mit Als, Ærø und Fünen.
Beides zusammen macht die Stadt zu einem guten Ausgangs- oder Endpunkt statt zu einer Durchgangsstation. Die Liegeplätze liegen unmittelbar an der Innenstadt, und der Weg vom Steg in die Fußgängerzone ist kurz — für Proviant, Wäsche und Crewwechsel einer der praktischsten Häfen der Küste.
Was man gesehen haben sollte
Museumshafen
Große Flotte fahrender Traditionsschiffe an der Hafenspitze.
Rum-Museum und Kaufmannshöfe
Zur Westindienfahrt und ihren Folgen für die Stadt.
Blick nach Dänemark
Das Nordufer der Förde ist dänisch — in Sichtweite vom Hafen.
Glücksburg
Wasserschloss fördeauswärts, gut als Tagesziel.
Anfahrt über das Wasser
- Aus der Ostsee führt die Förde von Nordosten stadteinwärts, vorbei an Glücksburg und den dänischen Häfen am Nordufer.
- Von Kiel aus ist Flensburg über die Küste in einem Tagesschlag erreichbar.
- Die Förde ist geschützt, aber Seerevier: Bei kräftigem Nordost steht Welle bis in die inneren Bereiche.
- Das Nordufer gehört zu Dänemark — für Anlaufen und Aufenthalt gelten dort dänische Vorschriften.
Gut zu wissen
- Dies ist Seerevier: Ausrüstung, Seekarten und Funk sind Voraussetzung; die Regeln der Binnenreviere gelten hier nicht.
- Für Fahrten in dänische Gewässer die dort geltenden Anforderungen an Papiere und Ausrüstung vorher prüfen.
- Im Hochsommer und zu Hafenfesten sind die Liegeplätze an der Hafenspitze früh belegt.
Häfen bei Flensburg
Im Umkreis von 10 km, nächster zuerst. Gelistet ist, wo mindestens ein Kontaktweg bekannt ist.
- Museumshafen FlensburgFlensburg · 100 m
- Marina Werftkontor300 m
- Stadthafen Flensburg "Im Jaich"Flensburg · 400 m
- Flensburger Fischereiverein von 1872 e.V.400 m
- Klassische Yachten Flensburg e.V.500 m
- Stadthafen Flensburg "im jaich"500 m
- Marina Flensburg900 m
- Wassersportverein Galwik e.V.Flensburg · 1,0 km
- Sonwik YachthafenFlensburg · 2,3 km
- Marina Wassersleben - Segel-Sport Flensburg-Harrislee3,4 km
Flensburg auf der Karte
Die Buchstaben auf der Karte stehen in der Liste daneben. Fokus ist Stadthafen Flensburg "Im Jaich" — dort beginnt die Runde an Land.
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Angaben zu Schleusen-, Brücken- und Öffnungszeiten ändern sich saisonal; verbindlich sind allein die amtlichen Bekanntmachungen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.