Lauenburg/Elbe

Elbe und Elbe-Lübeck-Kanal · Elbe, Elbe-Lübeck-Kanal

Schifferstadt am Elbhang, in der Europas älteste Kammerschleuse steht — und der Punkt, an dem die Elbe den Weg nach Lübeck freigibt.

Die Altstadt von Lauenburg mit Fachwerkhäusern am Elbufer, vom Wasser aus gesehen
Foto: Arnold Schott · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Auf einen Blick

Gewässer
Elbe, Beginn des Elbe-Lübeck-Kanals
Revier
Obere Unterelbe / Lauenburgische Seen
Anschluss
Elbe abwärts nach Hamburg, Kanal nordwärts nach Lübeck
Besonderheit
Palmschleuse — eine der ältesten Kammerschleusen Europas
Beste Zeit
Mai bis September, abhängig vom Elbepegel

Die Stadt, die aus einer Straße besteht

Lauenburg zieht sich als schmales Band am Elbufer entlang: eine Straße, eine Reihe Fachwerkhäuser, dahinter steil der Hang mit der Oberstadt. Diese Form ist keine Laune, sondern Folge der Lage — zwischen Fluss und Steilufer war nie mehr Platz. Wer mit dem Boot ankommt, sieht die gesamte Altstadt auf einmal, und das ist der beste erste Eindruck, den dieser Ort zu bieten hat.

Die Stadt lebte von der Schifffahrt, und das erzählt sie auch: Das Elbschifffahrtsmuseum zeigt die Geschichte der Elbeschiffer, am Ufer liegt der Raddampfer Kaiser Wilhelm als Museumsschiff. Für eine Kleinstadt ist die Dichte an maritimer Geschichte bemerkenswert — sie ist hier nicht Deko, sondern Herkunft.

Die Palmschleuse und der alte Salzweg

Etwas oberhalb der Stadt steht die Palmschleuse, eine der ältesten erhaltenen Kammerschleusen Europas. Sie gehörte zum Stecknitzkanal, der schon im Mittelalter Elbe und Trave verband — gebaut, um Lüneburger Salz nach Lübeck zu bringen. Damit ist diese Wasserstraße einer der ältesten künstlichen Schifffahrtswege Mitteleuropas.

Der heutige Elbe-Lübeck-Kanal folgt derselben Idee in moderner Form. Er beginnt in Lauenburg und führt über Mölln nach Lübeck — eine ruhige, schleusenreiche Strecke durch Wald und Wiesen, die einen Tag kostet und für viele Crews der angenehmste Abschnitt der ganzen Tour ist.

Grenze zweier Reviere

Für die Planung ist Lauenburg ein wichtiger Punkt: Flussabwärts beginnt hinter der Staustufe Geesthacht der Tideeinfluss, und ab dort ist die Elbe ein anderes Revier — Strom, Tidenhub, Seeschifffahrt bis Hamburg. Oberhalb ist sie freifließender Strom ohne Tide, aber mit stark schwankenden Wasserständen.

Wer von der Seenplatte über die Müritz-Elde-Wasserstraße und Dömitz kommt, erreicht hier die Abzweigung nach Norden. Die Entscheidung lautet: weiter elbabwärts nach Hamburg — mit allem, was Tidenrevier bedeutet — oder durch den Kanal nach Lübeck und an die Ostsee. Beides sind gute Antworten, aber sie verlangen unterschiedliche Vorbereitung.

Was man gesehen haben sollte

  • Palmschleuse

    Eine der ältesten Kammerschleusen Europas, Rest des mittelalterlichen Stecknitzkanals.

  • Elbschifffahrtsmuseum

    Geschichte der Elbeschifffahrt in der Stadt, die davon lebte.

  • Raddampfer Kaiser Wilhelm

    Historischer Schaufelraddampfer als Museumsschiff am Ufer.

  • Altstadt-Zeile am Elbhang

    Fachwerk in einer Reihe zwischen Fluss und Steilufer.

Anfahrt über das Wasser

  • Von Osten kommt man die Elbe abwärts aus Richtung Dömitz und der Müritz-Elde-Wasserstraße.
  • Nach Norden beginnt hier der Elbe-Lübeck-Kanal Richtung Mölln, Lübeck und Ostsee — eine ruhige Strecke mit mehreren Schleusen.
  • Elbabwärts folgt die Staustufe Geesthacht; unterhalb davon beginnt der Tideeinfluss und ein deutlich anspruchsvolleres Revier.
  • Die Elbe ist freifließend: Wasserstand und Strömung schwanken erheblich. Bei Niedrigwasser können Fahrrinnentiefen kritisch werden, bei Hochwasser ist die Fahrt zeitweise gesperrt.

Gut zu wissen

  • Vor jeder Elbfahrt den aktuellen Pegel prüfen — er entscheidet, ob die Strecke überhaupt befahrbar ist. Das gilt in beide Richtungen: zu wenig und zu viel Wasser sind beides Gründe zu warten.
  • Schleusenbetriebszeiten auf dem Elbe-Lübeck-Kanal wechseln saisonal und werden amtlich bekanntgegeben.
  • Die Palmschleuse ist Denkmal, keine betriebene Schleuse — sie wird besichtigt, nicht befahren.

Häfen bei Lauenburg/Elbe

Im Umkreis von 10 km, nächster zuerst. Gelistet ist, wo mindestens ein Kontaktweg bekannt ist.

  • Yachthafen Lauenburg (Elbe)600 m
  • Wasserfreunde Hohnstorf (Elbe)600 m
  • Wasser-Sport-Club Lauenburg800 m
  • Sportboothafen Artlenburg5,0 km
  • Segel-Club Tespe9,4 km
Alle Häfen in Schleswig-Holstein

Lauenburg/Elbe auf der Karte

Die Buchstaben auf der Karte stehen in der Liste daneben. Fokus ist Yachthafen Lauenburg (Elbe) — dort beginnt die Runde an Land.

Karte wird geladen …

Route nach Lauenburg/Elbe planen

SportbootNavi rechnet die Fahrt über das echte Wasserstraßennetz — mit Schleusen, Brückenhöhen und Ankunftszeit für dein Boot.

Lauenburg/Elbe auf der Karte öffnen

Weiterfahren

Angaben zu Schleusen-, Brücken- und Öffnungszeiten ändern sich saisonal; verbindlich sind allein die amtlichen Bekanntmachungen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.