
Auf einen Blick
- Gewässer
- Elbe
- Revier
- Obere Elbe am Rand der Sächsischen Schweiz
- Anschluss
- Elbabwärts nach Dresden, aufwärts nach Bad Schandau und Tschechien
- Besonderheit
- Übergang von der Ebene ins Elbsandsteingebirge
- Voraussetzung
- Pegelabhängige Strecke ohne Schleusen
Der Ort, an dem sich das Tal verengt
Bis Pirna fließt die Elbe durch eine offene Landschaft; danach beginnt der Durchbruch durch das Elbsandsteingebirge. Diese geografische Schwelle hat den Ort geprägt: Er war Umschlagplatz für den Sandstein, der flussabwärts nach Dresden ging und dort in Zwinger, Hofkirche und Frauenkirche verbaut wurde. Die halbe barocke Residenzstadt besteht aus Gestein, das hier auf Kähne geladen wurde.
Wer heute elbaufwärts fährt, sieht die Veränderung im Fahren: Die Ufer rücken näher, erste Felsen treten hervor, und wenig später stehen die Tafelberge in Sicht. Pirna ist damit weniger ein Ziel für sich als der Punkt, an dem das schönste Stück der Oberen Elbe anfängt.
Marktplatz, Marienkirche, Sonnenstein
Die Altstadt ist erstaunlich vollständig erhalten: ein weiter Renaissancemarkt mit Rathaus in der Mitte, dahinter die spätgotische Marienkirche mit einem Netzgewölbe und Deckenmalereien der Renaissance. Rund um den Markt reihen sich Bürgerhäuser mit Portalen und Sitznischen aus der Zeit, als der Steinhandel Geld in die Stadt spülte.
Über allem liegt Schloss Sonnenstein auf dem Felssporn. Die Anlage war Festung, später Heilanstalt — und im Nationalsozialismus Ort von Krankenmorden; daran erinnert heute eine Gedenkstätte im ehemaligen Kellergeschoss. Wer die Stadt besucht, sollte das nicht auslassen, auch wenn es der schwerste Teil ihrer Geschichte ist.
Sprungbrett in die Felsen
Von Pirna aus liegt die Sächsische Schweiz vor der Tür: Bastei und Rathen, die Festung Königstein auf dem Tafelberg, dahinter Bad Schandau und die Schrammsteine. Die Strecke ist mit dem Boot in kurzen Etappen zu fahren, und viele Ziele erreicht man vom Wasser aus direkt oder mit kurzem Fußweg.
Für Crews, die von unterwegs kommen, ist Pirna deshalb ein guter Umschlagpunkt: hier die letzte größere Stadt mit voller Infrastruktur, ab hier die Landschaft, für die man gekommen ist. Wer nur wenig Zeit hat, macht die Strecke bis Bad Schandau und zurück — sie ist der Kern des Reviers.
Was man gesehen haben sollte
Renaissance-Marktplatz
Geschlossenes Ensemble mit Rathaus in der Platzmitte.
Marienkirche
Spätgotisches Netzgewölbe mit Renaissance-Deckenmalerei.
Schloss Sonnenstein
Festungsanlage über der Stadt, mit Gedenkstätte zur NS-Zeit.
Auftakt zur Sächsischen Schweiz
Ab hier schneidet sich die Elbe in den Sandstein.
Anfahrt über das Wasser
- Elbaufwärts von Dresden in kurzer Etappe erreichbar; weiter aufwärts folgen Rathen, Königstein und Bad Schandau.
- Die Elbe ist auf dieser gesamten Strecke frei fließend und ohne Schleusen — der Pegel entscheidet über Befahrbarkeit und Tiefgang.
- Bergfahrt gegen die Strömung kostet spürbar Zeit; Etappen für Berg- und Talfahrt getrennt planen.
- Außerhalb der betonnten Fahrrinne ist mit Untiefen, Sandbänken und Buhnen zu rechnen.
- Fahrgastschiffe und historische Raddampfer verkehren dicht zwischen Dresden und der Sächsischen Schweiz.
Gut zu wissen
- Wasserstände und Fahrrinnentiefen werden amtlich bekanntgegeben; bei anhaltender Trockenheit wird die Strecke aufwärts zunehmend schwierig.
- Bei Hochwasser wird die Schifffahrt eingestellt — die Stadt hat mehrere schwere Hochwasser erlebt, die Marken sind in der Altstadt markiert.
- Anlegestellen am Stadtufer werden auch von der Fahrgastschifffahrt genutzt; auf die Beschilderung achten.
Häfen bei Pirna
Für die nähere Umgebung haben wir noch keinen Hafen mit Kontaktdaten erfasst — auf der Karte sind die Liegeplätze trotzdem eingezeichnet.
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Angaben zu Schleusen-, Brücken- und Öffnungszeiten ändern sich saisonal; verbindlich sind allein die amtlichen Bekanntmachungen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.