
Auf einen Blick
- Gewässer
- Neckar
- Revier
- Oberer Neckar bis Plochingen
- Anschluss
- Neckarabwärts über Heilbronn und Heidelberg zum Rhein
- Besonderheit
- Weinbau innerhalb des Stadtgebiets
- Ende der Großschifffahrt
- Plochingen, wenige Kilometer flussaufwärts
Eine Großstadt im Talkessel
Stuttgart liegt in einem Kessel, den Weinberge und bewaldete Höhen umschließen; der Neckar berührt das Zentrum gar nicht, sondern fließt östlich davon durch Bad Cannstatt, Untertürkheim und Hedelfingen. Wer mit dem Boot kommt, landet also nicht in der Innenstadt, sondern in den alten Stadtteilen am Fluss — die eigene Zentren mit Marktplätzen und Fachwerk haben.
Ungewöhnlich für eine Stadt dieser Größe ist der Weinbau: Rebflächen reichen bis an Wohnbebauung heran, teilweise in Steillagen mitten im Stadtgebiet. Zwischen Untertürkheim und Uhlbach führen Weinwanderwege durch die Hänge, von denen aus man den ganzen Talverlauf überblickt.
Mineralwasser und Wilhelma
Unter Bad Cannstatt liegt das zweitgrößte Mineralwasservorkommen Europas. Täglich treten hier Millionen Liter kohlensäurehaltiges Heilwasser aus, was die Grundlage für die Bäder und Brunnen des Stadtteils ist — Wasser als Standortfaktor, lange bevor irgendjemand an Automobilbau dachte.
Direkt am Fluss liegt die Wilhelma, ein zoologisch-botanischer Garten in den Bauten einer maurisch inspirierten Schlossanlage des 19. Jahrhunderts. Die Kombination aus historischen Gewächshäusern, Magnolienhain und Tierhaltung gibt es in dieser Form kein zweites Mal in Deutschland, und vom Neckarufer sind es nur wenige Minuten dorthin.
Das obere Ende der Wasserstraße
Der Hafen Stuttgart ist der größte am Neckar und einer der bedeutendsten Binnenhäfen Süddeutschlands. Wenige Kilometer flussaufwärts, in Plochingen, endet die Schiffbarkeit für die Großschifffahrt — dort ist die Wasserstraße zu Ende, und der Neckar wird wieder zum Fluss, auf dem nur noch Kanus und kleine Boote weiterkommen.
Für Fahrtenskipper heißt das: Stuttgart ist ein Endpunkt, kein Durchgangsziel. Wer hierher fährt, fährt denselben Weg zurück. Das ist kein Nachteil — die Strecke durch den Odenwald und das Neckartal ist in beide Richtungen lohnend —, sollte aber in der Törnplanung von Anfang an einkalkuliert sein.
Was man gesehen haben sollte
Wilhelma
Zoologisch-botanischer Garten in maurischen Schlossbauten, nahe am Ufer.
Weinberge im Stadtgebiet
Steillagen zwischen Untertürkheim und Uhlbach, mit Wanderwegen.
Mineralquellen in Bad Cannstatt
Zweitgrößtes Vorkommen Europas, Grundlage der historischen Bäder.
Hafen Stuttgart
Größter Neckarhafen — Umschlagbetrieb direkt an der Fahrrinne.
Anfahrt über das Wasser
- Neckaraufwärts über Heilbronn und Besigheim erreichbar; die gesamte Strecke ab Mannheim ist durchgehend geschleust.
- Wenige Kilometer flussaufwärts endet die Schiffbarkeit bei Plochingen — Stuttgart ist damit Wendepunkt, nicht Durchgangsstation.
- Im Hafenbereich ist mit Umschlagbetrieb und Manövern großer Einheiten zu rechnen; Hafeneinfahrten und Fahrrinne freihalten.
- Wartezeiten an den Schleusenkammern gehören zur Tagesplanung; bei Hochwasser wird die Schifffahrt eingestellt.
Gut zu wissen
- Schleusenbetriebszeiten wechseln saisonal und werden amtlich bekanntgegeben.
- Liegeplätze für Sportboote liegen in den Vereinshäfen der Stadtteile am Fluss, nicht im Zentrum; die Innenstadt erreicht man von dort mit Bahn oder Bus.
- Zum Cannstatter Volksfest und zum Frühlingsfest ist der Bereich am Neckarufer stark frequentiert.
Häfen bei Stuttgart am Neckar
Im Umkreis von 10 km, nächster zuerst. Gelistet ist, wo mindestens ein Kontaktweg bekannt ist.
- Marina WSG Stuttgart2,9 km
- Marina WSC am Neckar3,0 km
- Schifferclub Neckarrems7,1 km
- Motorbootclub Poppenweiler9,9 km
Stuttgart am Neckar auf der Karte
Die Buchstaben auf der Karte stehen in der Liste daneben. Fokus ist Marina WSG Stuttgart — dort beginnt die Runde an Land.
Route nach Stuttgart am Neckar planen
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Angaben zu Schleusen-, Brücken- und Öffnungszeiten ändern sich saisonal; verbindlich sind allein die amtlichen Bekanntmachungen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.