
Auf einen Blick
- Gewässer
- Mosel
- Revier
- Obermosel, nahe der Saarmündung
- Anschluss
- Moselabwärts nach Koblenz, aufwärts nach Luxemburg, über Konz in die Saar
- Besonderheit
- Römische Baudenkmäler als UNESCO-Welterbe
- Beste Zeit
- April bis Oktober
Augusta Treverorum
Trier war römische Kaiserresidenz und zeitweise eine der größten Städte nördlich der Alpen. Was davon übrig ist, steht nicht als Ausgrabungsfeld am Stadtrand, sondern mitten im Ort: die Porta Nigra als Stadttor, die Kaiserthermen, das Amphitheater, die Konstantinbasilika mit ihrem gewaltigen Innenraum ohne Stützen.
Diese Bauten und der Dom gehören gemeinsam zum UNESCO-Welterbe. Die Dichte ist der eigentliche Punkt: Man läuft in einem halben Tag von einem Jahrtausend ins nächste, ohne die Innenstadt zu verlassen. Wer über die Mosel anreist, hat den Vorteil, dass die Altstadt vom Wasser aus in Gehweite liegt.
Die Brücke und der Kran
Die Römerbrücke trägt bis heute Verkehr über die Mosel, und ihre Strompfeiler stammen aus dem 2. Jahrhundert — damit ist sie die älteste Brücke Deutschlands, deren Substanz noch in Benutzung ist. Vom Boot aus fährt man unter einem Bauwerk hindurch, das älter ist als fast alles andere auf dieser Wasserstraße.
Am Ufer steht der Alte Krahnen, ein Rundbau aus dem 18. Jahrhundert mit zwei schwenkbaren Auslegern, angetrieben einst von Treträdern im Inneren. Er ist ein Relikt aus der Zeit, als die Mosel Handelsweg und nicht Ausflugsziel war, und eines der wenigen erhaltenen Beispiele dieser Bauart in Deutschland.
Wo Saar und Mosel zusammenkommen
Wenige Kilometer moselaufwärts, bei Konz, mündet die Saar in die Mosel. Für Crews ist das die entscheidende Weiche des Reviers: Wer weiterfährt, entscheidet sich zwischen der Oberen Mosel Richtung Luxemburg und Frankreich oder der Saar hinauf ins Saarland mit der Saarschleife bei Mettlach.
Beide Strecken sind ausgebaut und geschleust, unterscheiden sich aber im Charakter: Die Obermosel ist breiter und offener, die Saar enger und waldreicher, mit deutlich größeren Hubhöhen an den Schleusen. Trier ist der natürliche Ausgangspunkt für beide und dafür eine der lohnendsten Städte am ganzen Fluss.
Was man gesehen haben sollte
Porta Nigra
Römisches Stadttor aus dem 2. Jahrhundert, Wahrzeichen der Stadt.
Römerbrücke
Älteste Brücke Deutschlands — die Strompfeiler sind römisch.
Kaiserthermen und Amphitheater
Begehbare Untergeschosse und Kellergänge der Kaiserzeit.
Alter Krahnen am Ufer
Barocker Hafenkran mit schwenkbaren Auslegern, einst von Treträdern bewegt.
Anfahrt über das Wasser
- Moselabwärts geht es Richtung Bernkastel-Kues, Cochem und Koblenz, wo die Mosel den Anschluss an den Rhein herstellt.
- Moselaufwärts führt die Strecke nach Luxemburg und weiter nach Frankreich — auf der Grenzstrecke gelten teils abweichende Regelungen und Meldepflichten.
- Über Konz zweigt die Saar ab; sie ist als Bundeswasserstraße ausgebaut und führt bis Saarbrücken.
- Die Mosel ist hier Hauptstrecke der Berufsschifffahrt; im Bereich des Trierer Hafens ist mit Manövern großer Einheiten zu rechnen.
Gut zu wissen
- Schleusenbetriebszeiten wechseln saisonal und werden amtlich bekanntgegeben.
- Für die Weiterfahrt auf der Grenz- und Auslandsstrecke Richtung Luxemburg und Frankreich gelten eigene Vorschriften — Papiere und Ausrüstungspflichten vorher klären.
- Bei Hochwasser wird die Schifffahrt auf Mosel und Saar eingestellt.
Häfen bei Trier
Im Umkreis von 10 km, nächster zuerst. Gelistet ist, wo mindestens ein Kontaktweg bekannt ist.
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Die Buchstaben auf der Karte stehen in der Liste daneben. Fokus ist Yachthafen Trier — dort beginnt die Runde an Land.
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Angaben zu Schleusen-, Brücken- und Öffnungszeiten ändern sich saisonal; verbindlich sind allein die amtlichen Bekanntmachungen der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung.